Mein bisheriges Leben

Als ich im November 1964 geboren wurde, ahnten meine Eltern noch nicht was aus mir werden würde. Wer weiß das schon!

Ich erlebte in einem kleinen niedersächsischen Ort eine unbeschwerte Kindheit. Bis - ja bis ich, wie viele andere TV/TS, die Wäschestücke der Mutter entdeckte. Seit diesem Zeitpunkt zog es mich immer wieder an den Wäscheschrank meiner Mutter. Erwischt wurde ich dabei nie – vielleicht hat dies mir auch geschadet. Ich machte mir zu diesem Zeitpunkt auch keinerlei Gedanken darüber, daß das für einen Jungen ein ziemlich ungewöhnliches Verhalten ist. Doch das änderte sich in den folgenden Jahren

Durch Informationen aus Zeitungen und auch Bemerkungen von Erwachsenen bekam ich einen tieferen Einblick in das Thema. Beim Anblick der Mädchen meiner Klasse, schaute ich immer mehr nach ihrer Kleidung und fragte mich wie ich darin aussehen würde. Als Mädchen interessierten sie mich kaum.

Der erste größere Einschnitt in meinem Leben bildete dann meine Bundeswehr-Zeit. In den 15 Monaten dort, konnte ich so gut wie nie meine Neigungen ausleben. Vielleicht auch gut so. Denn wer mal beim Bund gewesen ist, der weiß, daß dort Toleranz ziemlich klein geschrieben wird. – Das ist jedenfalls meine Meinung. Jedenfalls in dieser Zeit bekam ich den Eindruck, etwas krankhafte, schmutziges zu machen.

Durch die Erfahrungen bei der Bundeswehr versuchte ich in den darauffolgenden Jahren meine Neigung zu unterdrücken. Doch um welchem Preis. Je mehr ich meine Neigung unterdrückte, um so mehr zog ich mich von meinen Freunden und Bekannten zurück. Ich lebte praktisch nur noch für die Arbeit und ich bekam auch gewisse Kontaktschwierigkeiten, die ich immer noch nicht ganz überwunden habe.

Vor ungefähr 5 Jahren fiel mir, bei einem Besuch im Sex-Shop, das Magazin „Transaktuell" aus dem Lay-Verlag in die Hände. Nachdem ich dieses Magazin gelesen hatte, wußte ich, das ich mit meinem Problem nicht allein bin. Ich begann wieder, meinen Neigungen nachzugehen – Kerstin erlebte seine Wiedergeburt.

Als ich mir vor 3 Jahren meinen Internet-Anschluß besorgte, geschah das auch in der Hoffnung, endlich mit anderen TV/TS wirklich in Kontakt zu kommen. Ich zog durch die diversen Chat-Räume, immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, allerdings immer noch durch meine Kontaktschwierigkeiten gehemmt. Dann im Winter 99/00 passierte es – ich fand den Startrans-Chat. Zuerst nur sporadisch – später dann regelmäßig war ich dort zu finden.

Im August 2000 entschloß ich mich, mich endlich in die Öffentlichkeit zu wagen, wenn auch erst in kleinen Schritten, aber ich habe mich jetzt entschlossen, meinen Weg zu gehen. – Wo er endet, wir werden sehen....